Germaniva Smart German Learning · Stories & Tests
← Krankenhaus
Alltag

Hautarzt

Überweisung · Muttermal · Befund

Audio-Geschichte: deutsche Stimme, englische Übersetzung, Maus über jedem Wort für eine Echtzeit-Übersetzung, danach ein Test.

Hautarzt – Deutsch lernen mit Geschichte, German story Alltag
Hover-Übersetzung ?Maus auf ein Wort → eine englische Übersetzung und der Artikel.
0 / 0
Teile
Hautarzt

Die Überweisung🇬🇧 referraldie🇬🇧 referraldie gilt nur vier Wochen. Mara hat den Termin🇬🇧 appointmentder🇬🇧 appointmentder knapp bekommen und den Zettel nicht gewaschen.

Im Wartezimmer🇬🇧 waiting roomdas🇬🇧 waiting roomdas hängen Fotos von Sonnenbrand, die wie Warnungen aussehen, weil sie Warnungen sind.

Der Hautarzt🇬🇧 dermatologistder🇬🇧 dermatologistder fragt nicht nach der ganzen Kindheit, sondern nach dem Muttermal🇬🇧 moledas🇬🇧 moledas. Hat es sich verändert. Juckt es. Blutet es.

Mara antwortet in kurzen Sätzen, weil kurze Sätze hier präzise sind. Ja. Seit zwei Monaten. Nein, kein Blut.

Er misst, fotografiert, erklärt das Wort Kontrolle🇬🇧 follow-up checkdie🇬🇧 check-updie. Kontrolle heißt: wiederkommen, nicht vergessen.

Der Befund🇬🇧 findingder🇬🇧 findingsder kommt nicht heute. Sie bekommt ein Datum für den Anruf und eine Nummer der Praxis🇬🇧 practice / clinicdie.

Auf dem Zettel steht: Sonnenschutz🇬🇧 sun protectionder, Kontrolle🇬🇧 follow-up checkdie🇬🇧 check-updie in sechs Monaten, bei Veränderung🇬🇧 changedie früher.

Mara fragt nach dem Eigenanteil🇬🇧 copayder für die Untersuchung. Die Zahl ist kleiner als die Angst und trotzdem wichtig.

In der Anmeldung legt sie Chipkarte und Überweisung🇬🇧 referraldie🇬🇧 referraldie hin. Beide Papiere müssen zusammenbleiben.

Draußen kauft sie eine Creme🇬🇧 creamdie🇬🇧 creamdie mit hohem Lichtschutzfaktor🇬🇧 SPFder. Der Verkäufer sagt den Faktor zweimal. Sie schreibt ihn auf den Beleg.

Zu Hause fotografiert sie das Muttermal🇬🇧 moledas🇬🇧 moledas neben einer Münze, wie der Arzt gesagt hat. Größe braucht Vergleich.

Die Schwester will trösten. Mara will Wörter: Muttermal🇬🇧 moledas🇬🇧 moledas, Befund🇬🇧 findingder🇬🇧 findingsder, Überweisung🇬🇧 referraldie🇬🇧 referraldie, Sonnenschutz🇬🇧 sun protectionder.

Nach zehn Tagen der Anruf. Unauffällig, Kontrolle🇬🇧 follow-up checkdie🇬🇧 check-updie bleibt. Unauffällig ist kein Fest, aber ein Atemzug.

Sie trägt den Termin🇬🇧 appointmentder🇬🇧 appointmentder in sechs Monaten in denselben Kalender wie den Zahnarzt. Körpertermine sind eine Liste.

Im Sommer trägt sie das Hemd länger. Nicht aus Mode. Aus dem Satz auf dem Zettel.

Die Überweisung🇬🇧 referraldie🇬🇧 referraldie hat ihre Frist🇬🇧 deadlinedie überlebt, weil Mara die Frist ernst genommen hat. Fristen sind in Deutschland eine Sprache.

Sechs Monate später klingelt der Kalender an einem Dienstag, und Mara hat den Zettel vom Hautarzt🇬🇧 dermatologistder🇬🇧 dermatologistder schon am Vorabend auf das Heft gelegt. Diese Lektion übt Sprache und ersetzt keinen Arzt und keine Behandlung. Es ist die Kontrolle🇬🇧 follow-up checkdie🇬🇧 check-updie, nicht der erste Blick auf das Muttermal🇬🇧 moledas🇬🇧 moledas. Sie packt die alten Fotos aus, das mit der Münze und das vom letzten Monat, und sie schreibt daneben das Datum, damit niemand raten muss. Im Heft stehen drei Fragen: Hat sich etwas geändert, wie beschreibt man Juckreiz🇬🇧 itchder in einem Satz, und bleibt die Creme🇬🇧 creamdie🇬🇧 creamdie dieselbe. Sie will keine lange Geschichte erzählen. Sie will Vergleich. Vergleich braucht zwei Daten und ruhige Wörter. Die Überweisung🇬🇧 referraldie🇬🇧 referraldie für dieses Quartal steckt vorn in der Tasche, neben der Chipkarte.

Im Wartezimmer🇬🇧 waiting roomdas🇬🇧 waiting roomdas hängen dieselben Bilder von der Sonne, aber Mara liest heute die Bildunterschrift und nicht nur die Warnung. Ein Wort darin ist Licht, ein anderes ist Schatten, ein drittes ist Alltag. Sie setzt sich so, dass sie die Tür sieht, und legt die Fotos nicht offen auf den Stuhl. Fotos vom eigenen Arm sind kein Gespräch für den Raum. Als die Nummer kommt, nimmt sie Heft und Hülle zusammen. An der Anmeldung prüft die Mitarbeiterin die Überweisung🇬🇧 referraldie🇬🇧 referraldie und die Chipkarte und sagt, die Frist🇬🇧 deadlinedie sei diesmal bequem eingehalten. Mara lächelt kurz über das Wort bequem. Sie hat das Datum vor einem halben Jahr eingetragen und nicht verschoben. Pünktlichkeit ist hier keine Tugendrede. Sie ist einfach der Grund, warum die Tür heute aufgeht.

Der Hautarzt🇬🇧 dermatologistder🇬🇧 dermatologistder begrüßt sie mit dem Nachnamen und schaut zuerst ins Heft, weil Mara es ihm hinhält. Sie sagt: Kontrolle🇬🇧 follow-up checkdie🇬🇧 check-updie, Muttermal🇬🇧 moledas🇬🇧 moledas am Arm, Fotos von zwei Daten, keine Blutung, eine Frage zum Juckreiz🇬🇧 itchder. Er nickt und bittet sie, den Juckreiz in einem normalen Satz zu sagen, nicht auf einer Skala. Mara sagt: Es juckt selten, nur wenn der Pullover neu ist, und es juckt nicht in der Nacht. Er schreibt mit. Dann vergleicht er die Stelle mit dem Foto und mit der Notiz vom ersten Termin🇬🇧 appointmentder🇬🇧 appointmentder. Mara schaut nicht weg und auch nicht dauernd hin. Sie wartet auf das Wort, das er wählen wird. Warten auf ein Wort ist etwas anderes als Warten auf eine Tür. Sie hält den Stift bereit und das Heft offen.

Er sagt, er sehe keine Veränderung🇬🇧 changedie, die eine neue Diagnose🇬🇧 diagnosisdie brauche. Das Wort Diagnose schreibt Mara groß, und daneben schreibt sie: heute keine neue. Der Befund🇬🇧 findingder🇬🇧 findingsder von damals bleibt der Rahmen, und die Kontrolle🇬🇧 follow-up checkdie🇬🇧 check-updie heute bestätigt den Rahmen, statt ihn umzubauen. Sie fragt, welchen kurzen Satz sie ihrer Schwester sagen darf, ohne mehr zu erzählen, als sie selbst sagen will. Er schlägt vor: Kontrolle gemacht, keine neue Diagnose, nächster Termin🇬🇧 appointmentder🇬🇧 appointmentder im Heft. Mara wiederholt den Satz. Sie fragt, ob unauffällig und keine neue Diagnose dasselbe meinen. Für heute ja, sagt er, und sie solle das Wort benutzen, das sie selbst beim Lesen ruhig lässt. Sie wählt keine neue Diagnose, weil es konkreter ist als ein weiches Gefühl.

Dann spricht er über die Creme🇬🇧 creamdie🇬🇧 creamdie, die Mara im Sommer gekauft hat und die fast leer ist. Er sagt nicht den Namen eines Herstellers. Er sagt: Lichtschutz, wie auf dem alten Zettel, und die Creme nach dem Aufenthalt draußen, wenn die Haut trocken wird. Mara fragt, ob sie denselben Lichtschutzfaktor🇬🇧 SPFder wieder kaufen soll oder ob der Zettel einen anderen Faktor will. Er zeigt auf die Zahl auf dem alten Zettel. Dieselbe Zahl. Mara schreibt sie noch einmal, diesmal größer. Sie fragt nach dem Eigenanteil🇬🇧 copayder, falls die Praxis🇬🇧 practice / clinicdie selbst eine Creme abgebe. Heute gebe sie keine Packung ab, sagt er, der Kauf bleibe in der Drogerie, und die Quittung sei für Mara, nicht für die Kasse, solange niemand etwas anderes sagt. Mara notiert: Creme selbst kaufen, Quittung behalten.

Sie bittet um den Befund🇬🇧 findingder🇬🇧 findingsder in einem Satz auf Papier, nicht nur im Mund. Die Mitarbeiterin druckt eine kurze Zeile: Kontrolle🇬🇧 follow-up checkdie🇬🇧 check-updie beim Hautarzt🇬🇧 dermatologistder🇬🇧 dermatologistder, Muttermal🇬🇧 moledas🇬🇧 moledas ohne neue Diagnose🇬🇧 diagnosisdie, nächste Kontrolle in sechs Monaten oder früher bei Veränderung🇬🇧 changedie. Mara liest die Zeile und fragt, was Veränderung in einem beobachtbaren Satz heißt. Der Hautarzt sagt: andere Farbe, andere Kante, Bluten, oder Juckreiz🇬🇧 itchder, der neu bleibt und nicht vom Pullover kommt. Mara schreibt diese vier Punkte als Liste, nicht als Angst. Sie fragt, wie schnell früher ist. Er sagt: nicht monatelang warten, sondern die Praxis🇬🇧 practice / clinicdie anrufen und das Wort Veränderung an den Anfang stellen. Mara übt den Telefonsatz zweimal. Beim zweiten Mal ist er kurz genug für eine echte Leitung.

Zurück im Wartezimmer🇬🇧 waiting roomdas🇬🇧 waiting roomdas, nur für eine Minute, schreibt sie die Wörter sauber: Hautarzt🇬🇧 dermatologistder🇬🇧 dermatologistder, Muttermal🇬🇧 moledas🇬🇧 moledas, Creme🇬🇧 creamdie🇬🇧 creamdie, Juckreiz🇬🇧 itchder, Diagnose🇬🇧 diagnosisdie, Befund🇬🇧 findingder🇬🇧 findingsder, Kontrolle🇬🇧 follow-up checkdie🇬🇧 check-updie, Wartezimmer, Überweisung🇬🇧 referraldie🇬🇧 referraldie, Termin🇬🇧 appointmentder🇬🇧 appointmentder. Sie spricht die Artikel leise. Ein Kind lacht auf dem Flur, und das Lachen stört die Liste nicht. Mara setzt hinter Juckreiz den Beispielsatz mit dem Pullover, damit sie später weiß, was sie gemeint hat. Hinter Diagnose setzt sie den Satz, den sie ihrer Schwester sagen will. Hinter Termin setzt sie das neue Datum, das die Anmeldung gleich noch stempeln soll. Sie geht zurück zur Theke und lässt sich das Datum auf die Karte schreiben. Dann prüft sie, ob die Fotos wieder in der Hülle sind und nicht auf dem Stuhl geblieben sind. Stühle behalten sonst fremde Bilder.

In der Drogerie zwei Straßen weiter sucht sie die Zahl vom Zettel und nicht ein großes Versprechen auf der Packung. Die Verkäuferin will eine Marke erklären. Mara sagt höflich: Ich brauche den Lichtschutzfaktor🇬🇧 SPFder auf diesem Zettel, keine Beratung zu einer Marke. Die Verkäuferin zeigt ihr die Zahl und den Preis. Mara zahlt und behält die Quittung getrennt von einem Praxisbeleg, den es heute nicht gab. Auf die Drogeriequittung schreibt sie oben Creme🇬🇧 creamdie🇬🇧 creamdie und das Datum. Zu Hause stellt sie die Flasche neben den alten Zettel, nicht in die Sonne am Fenster. Sie schreibt auf einen Streifen: Zahl prüfen, nicht den Werbesatz lesen. Der Streifen klebt innen am Schrank, klein genug, dass Gäste ihn nicht für eine Beschwerde halten.

Am Abend ruft ihre Schwester an und bekommt genau den geübten Satz. Danach fragt sie, ob Mara Angst hatte. Mara sagt: Ich hatte Fragen, und die Fragen haben Antworten bekommen. Das ist ein anderer Satz als Angst. Sie liest ihrer Schwester nicht die vier Punkte der Veränderung🇬🇧 changedie vor, weil diese Punkte ins Heft gehören und nicht in einen Abend am Telefon. Stattdessen sprechen sie über den Pullover, und Mara lacht, weil der Pullover nun ein Sprachbeispiel ist und kein Drama. Nach dem Anruf schreibt sie den Telefonsatz für die Praxis🇬🇧 practice / clinicdie noch einmal auf eine Karteikarte. Die Karte kommt in die Manteltasche. Wenn sie sie nie benutzen muss, ist das kein verschwendetes Papier. Bereite Sätze dürfen unbenutzt bleiben und trotzdem helfen.

Am nächsten Morgen trägt sie die Creme🇬🇧 creamdie🇬🇧 creamdie so auf den Arm, wie der Zettel es als Alltag beschreibt, und sie sagt dabei die Zahl laut, damit sie sie nicht mit einer anderen Flasche verwechselt. Es ist keine Zeremonie. Es ist eine Wiederholung. Danach zieht sie den Ärmel herunter und geht zur Arbeit. In der Pause schreibt sie nicht über Haut. Sie schreibt eine Einkaufsliste. Das Heft vom Hautarzt🇬🇧 dermatologistder🇬🇧 dermatologistder bleibt zu Hause im Regal, und das ist Absicht. Nicht jedes Wort muss in die Firma wandern. Gegen drei schaut sie einmal auf den Arm, nur um den Pullover zurechtzuziehen. Sie macht daraus keinen Befund🇬🇧 findingder🇬🇧 findingsder. Ein Blick ohne Aufgabe darf ein Blick bleiben, und sie lässt ihn genau so stehen.

Nach der Arbeit legt sie die gestempelte Terminkarte in die Mappe und das alte Foto in einen Umschlag mit dem Datum. Der Umschlag bekommt die Aufschrift Vergleich, nicht Sorge. Sie schreibt die sechs Monate als Zahl in den Kalender und eine Erinnerung zwei Wochen vorher, damit die Überweisung🇬🇧 referraldie🇬🇧 referraldie nicht wieder knapp wird. In die Erinnerung setzt sie den Satz: Quartal prüfen, Fotos datieren, drei Fragen mitnehmen. Sie überlegt, ob sie die Münze schon jetzt in die Hülle legt, und entscheidet sich dafür, weil Suchen am Morgen des Termins unnötig wäre. Die Münze ist kein medizinisches Gerät. Sie ist ein Maß, das der Arzt selbst vorgeschlagen hat. Maße machen Sätze ehrlicher als Schätzungen am Spiegel.

Am selben Abend liest sie die Liste der zehn Wörter noch einmal und streicht kein Wort, auch wenn einige leicht geworden sind. Leicht gewordene Wörter bleiben im Heft, sonst hält man sie für selbstverständlich und verliert den Artikel. Sie übt einen kleinen Dialog an der Spüle. Guten Tag, ich habe eine Kontrolle🇬🇧 follow-up checkdie🇬🇧 check-updie. Hier ist die Überweisung🇬🇧 referraldie🇬🇧 referraldie. Das Muttermal🇬🇧 moledas🇬🇧 moledas ist ohne neue Diagnose🇬🇧 diagnosisdie. Ich habe eine Frage zum Juckreiz🇬🇧 itchder. Bitte schreiben Sie den Befund🇬🇧 findingder🇬🇧 findingsder in einem Satz auf. Der Dialog passt auf eine Seite. Mara ist stolz auf die Kürze und misstraut dem Stolz genug, um den Dialog nicht zu kürzen, bis eine Frage fehlt. Eine Frage weniger wäre keine Eleganz. Es wäre ein Loch in der Stunde.

Ihre Schwester schickt am nächsten Tag ein Foto von einem Sonnenhut und drei lachenden Gesichtern. Mara antwortet mit einem Dank und ohne Diagnose🇬🇧 diagnosisdie. Sie schreibt danach ins Heft, dass sie Freundlichkeit annehmen kann, ohne den Befund🇬🇧 findingder🇬🇧 findingsder anzuhängen. Das ist eine soziale Übung, und sie gehört trotzdem in diese Mappe, weil die Mappe vom Leben nach dem Termin🇬🇧 appointmentder🇬🇧 appointmentder handelt. Sie kocht Nudeln und stellt die Creme🇬🇧 creamdie🇬🇧 creamdie nicht auf den Herd. Neben den Teller legt sie keine medizinische Liste. Sie legt die Terminkarte nur einmal daneben, liest das Datum und bringt sie zurück in die Hülle, bevor Soße in die Nähe kommt. Soße ist der natürliche Feind von Papier. Mara behandelt Papier inzwischen wie einen Termin: mit Abstand und mit Respekt.

Bevor sie schlafen geht, stellt sie den Kalender so, dass der neue Monat sichtbar ist, und sie legt das Heft flach, nicht offen. Offen trocknen die Seiten, und Tinte kann kleben. Sie sagt den Satz für ihre Schwester noch einmal, ohne Zuhörer, und er klingt immer noch richtig. Keine neue Diagnose🇬🇧 diagnosisdie. Nächster Termin🇬🇧 appointmentder🇬🇧 appointmentder im Heft. Zwei Sätze, dann das Licht aus. In der Nacht braucht sie den Satz nicht. Am Morgen ist der Arm einfach ein Arm im Ärmel, und die Arbeit beginnt mit einer E-Mail, die nichts von Kontrollen weiß. Mara lässt es so. Die Sprache ist geübt. Der Termin steht. Die Münze liegt bereit. Mehr Inszenierung würde den Tag nur verkleiden, und Verkleidung braucht sie nicht.

Vollständige englische Übersetzung

English audio
0 / 0
parts

The referral is valid for only four weeks. Mara got the appointment just in time and did not wash the slip.

In the waiting room hang photos of sunburn that look like warnings because they are warnings.

The dermatologist does not ask about childhood but about the mole. Has it changed. Does it itch. Does it bleed.

Mara answers in short sentences because short sentences are precise here. Yes. For two months. No blood.

He measures, photographs, explains the word check. Check means come back, do not forget.

The findings are not today. She gets a date for the call and a practice number.

The slip says: sun protection, check in six months, earlier if it changes.

Mara asks about the copay for the examination. The number is smaller than the fear and still important.

At reception she puts down the health card and the referral. Both papers must stay together.

Outside she buys a cream with a high sun-protection factor. The seller says the factor twice. She writes it on the receipt.

At home she photographs the mole next to a coin, as the doctor said. Size needs comparison.

Her sister wants to comfort. Mara wants words: mole, findings, referral, sun protection.

After ten days the call. Unremarkable, the check stays. Unremarkable is not a party, but a breath.

She puts the appointment in six months in the same calendar as the dentist. Body appointments are a list.

In summer she wears the shirt longer. Not for fashion. Because of the sentence on the slip.

The referral survived its deadline because Mara took the deadline seriously. Deadlines are a language in Germany.

Six months later the calendar rings on a Tuesday, and Mara has already laid the dermatologist's slip on the notebook the evening before. This lesson practises language and does not replace a doctor or any treatment. It is the follow-up check, not the first look at the mole. She gets out the old photos, the one with the coin and the one from last month, and she writes the date beside them so nobody has to guess. In the notebook are three questions: Has anything changed, how does one describe an itch in a sentence, and does the cream stay the same. She does not want to tell a long story. She wants comparison. Comparison needs two dates and calm words. The referral for this quarter is at the front of the bag, next to the health card.

In the waiting room the same pictures of the sun are hanging, but today Mara reads the caption and not only the warning. One word in it is light, another is shade, a third is everyday life. She sits so that she can see the door, and she does not lay the photos open on the chair. Photos of her own arm are not a conversation for the room. When the number comes she takes notebook and sleeve together. At reception the clerk checks the referral and the health card and says the deadline has been met comfortably this time. Mara smiles briefly at the word comfortably. She entered the date half a year ago and did not postpone it. Punctuality is not a sermon here. It is simply the reason the door opens today.

The dermatologist greets her by surname and looks at the notebook first, because Mara holds it out to him. She says: follow-up, mole on the arm, photos from two dates, no bleeding, one question about the itch. He nods and asks her to say the itch in an ordinary sentence, not on a scale. Mara says: It itches rarely, only when the jumper is new, and it does not itch at night. He writes along. Then he compares the place with the photo and with the note from the first appointment. Mara does not look away and does not stare either. She waits for the word he will choose. Waiting for a word is different from waiting for a door. She keeps the pen ready and the notebook open.

He says he sees no change that would need a new diagnosis. Mara writes the word diagnosis large, and beside it: none new today. The old finding remains the frame, and today's check confirms the frame instead of rebuilding it. She asks which short sentence she may say to her sister, without telling more than she herself wants to say. He suggests: Check done, no new diagnosis, next appointment in the notebook. Mara repeats the sentence. She asks whether unremarkable and no new diagnosis mean the same thing. For today yes, he says, and she should use the word that keeps her calm when she reads it. She chooses no new diagnosis, because it is more concrete than a soft feeling.

Then he speaks about the cream Mara bought in summer and which is almost empty. He does not say a maker's name. He says: sun protection, as on the old slip, and the cream after being outside, when the skin becomes dry. Mara asks whether she should buy the same sun-protection number again or whether the slip wants a different factor. He points to the number on the old slip. The same number. Mara writes it once more, larger this time. She asks about the copayment if the practice itself were to give out a cream. It is not giving out a pack today, he says; the purchase stays at the chemist's, and the receipt is for Mara, not for the insurer, as long as nobody says otherwise. Mara notes: buy the cream herself, keep the receipt.

She asks for the finding in one sentence on paper, not only in the mouth. The clerk prints a short line: dermatologist check, mole without a new diagnosis, next check in six months or earlier if there is a change. Mara reads the line and asks what change means in an observable sentence. The dermatologist says: a different colour, a different edge, bleeding, or an itch that stays new and does not come from the jumper. Mara writes these four points as a list, not as fear. She asks how soon earlier is. He says: do not wait for months, call the practice and put the word change at the beginning. Mara practises the phone sentence twice. The second time it is short enough for a real line.

Back in the waiting room, only for a minute, she writes the words cleanly: dermatologist, mole, cream, itch, diagnosis, finding, follow-up check, waiting room, referral, appointment. She says the articles quietly. A child laughs in the corridor, and the laughter does not disturb the list. Next to itch Mara puts the example sentence with the jumper, so she later knows what she meant. Next to diagnosis she puts the sentence she wants to tell her sister. Next to appointment she puts the new date, which reception is about to stamp. She goes back to the counter and has the date written on the card. Then she checks that the photos are in the sleeve again and have not stayed on the chair. Otherwise chairs keep other people's pictures.

In the chemist's two streets away she looks for the number from the slip and not a big promise on the pack. The assistant wants to explain a brand. Mara says politely: I need the sun-protection factor on this slip, no advice about a brand. The assistant shows her the number and the price. Mara pays and keeps the receipt separate from a practice receipt, which does not exist today. On the shop receipt she writes cream and the date at the top. At home she puts the bottle next to the old slip, not in the sun by the window. She writes on a strip: check the number, do not read the advertising sentence. The strip sticks inside the cupboard, small enough that guests do not take it for a complaint.

In the evening her sister calls and receives exactly the practised sentence. Then she asks whether Mara was afraid. Mara says: I had questions, and the questions received answers. That is a different sentence from fear. She does not read her sister the four points of change, because those points belong in the notebook and not in an evening on the phone. Instead they talk about the jumper, and Mara laughs, because the jumper is now a language example and not a drama. After the call she writes the phone sentence for the practice once more on an index card. The card goes into the coat pocket. If she never has to use it, that is not wasted paper. Prepared sentences may stay unused and still help.

The next morning she puts the cream on her arm as the slip describes it for everyday life, and she says the number aloud so she does not mix it up with another bottle. It is not a ceremony. It is a repetition. Then she pulls the sleeve down and goes to work. In the break she does not write about skin. She writes a shopping list. The dermatologist's notebook stays at home on the shelf, and that is intentional. Not every word has to travel to the company. Around three she looks at her arm once, only to straighten the jumper. She does not make a finding out of it. A look without a task may remain a look, and she leaves it exactly like that.

After work she puts the stamped appointment card in the folder and the old photo in an envelope with the date. The envelope gets the label comparison, not worry. She writes the six months as a number in the calendar and a reminder two weeks before, so the referral does not become tight again. Into the reminder she puts the sentence: check the quarter, date the photos, take three questions. She wonders whether to put the coin in the sleeve now, and decides yes, because searching on the morning of the appointment would be unnecessary. The coin is not a medical device. It is a measure the doctor himself suggested. Measures make sentences more honest than guesses in the mirror.

The same evening she reads the list of ten words once more and crosses none out, even if some have become easy. Words that have become easy stay in the notebook, otherwise one takes them for granted and loses the article. She practises a small dialogue at the sink. Good morning, I have a follow-up. Here is the referral. The mole has no new diagnosis. I have a question about the itch. Please write the finding in one sentence. The dialogue fits on one page. Mara is proud of the brevity and mistrusts the pride enough not to shorten the dialogue until a question is missing. One question less would not be elegance. It would be a hole in the hour.

The next day her sister sends a photo of a sun hat and three laughing faces. Mara answers with thanks and without a diagnosis. Afterwards she writes in the notebook that she can accept kindness without attaching the finding. That is a social exercise, and it still belongs in this folder, because the folder is about life after the appointment. She cooks pasta and does not put the cream on the cooker. Next to the plate she lays no medical list. She lays the appointment card beside it only once, reads the date and puts it back in the sleeve before sauce comes near. Sauce is the natural enemy of paper. By now Mara treats paper like an appointment: with distance and with respect.

Before she goes to sleep she turns the calendar so the new month is visible, and she lays the notebook flat, not open. Open pages dry out, and ink can stick. She says the sentence for her sister once more, without a listener, and it still sounds right. No new diagnosis. Next appointment in the notebook. Two sentences, then the light out. She does not need the sentence in the night. In the morning the arm is simply an arm in a sleeve, and work begins with an email that knows nothing of checks. Mara leaves it so. The language has been practised. The appointment stands. The coin is ready. More staging would only disguise the day, and she does not need a disguise.

🌱
Lebenslektion

Kurze Sätze sind beim Hautarzt keine Armut. Sie sind Präzision.

Short sentences at the dermatologist are not poverty. They are precision.

📝 Tests / Übungen

Beantworte die Fragen. Bei 100 % gibt es eine Überraschung.

1. Wie lange gilt die Überweisung?

2. Wonach fragt der Hautarzt zuerst?

3. Was steht auf dem Zettel außer der Kontrolle?

4. Womit fotografiert Mara das Muttermal zum Vergleich?

5. Was bedeutet unauffällig hier?

6. Welchen Artikel hat „das Muttermal“?

📚 Wichtige Wörter · Important Words

der = blau die = rot das = grün

der Hautarzt
[ˈhaʊtʔaːɐ̯tst]
dermatologist
die Überweisung
[ˈyːbɐvaɪzʊŋ]
referral
das Muttermal
[ˈmʊtɐmaːl]
mole
der Befund
[bəˈfʊnt]
findings
der Sonnenschutz
[ˈzɔnənʃʊts]
sun protection
die Kontrolle
[kɔnˈtʁɔlə]
check-up
die Veränderung
[fɛɐ̯ˈʔɛndəʁʊŋ]
change
der Lichtschutzfaktor
[ˈlɪçtʃʊtsfaktɔʁ]
SPF
die Creme
[kʁeːm]
cream
die Praxis
[ˈpʁaxɪs]
practice / clinic
der Eigenanteil
[ˈaɪɡn̩ʔantaɪl]
copay
die Frist
[fʁɪst]
deadline
das Wartezimmer
[ˈvaʁtətsɪmɐ]
waiting room
der Termin
[tɛʁˈmiːn]
appointment
der Hautarzt
[HOWT-artst]
dermatologist
das Muttermal
[MOO-ter-mahl]
mole
die Creme
[krehm]
cream
der Juckreiz
[YOOK-ryts]
itch
die Diagnose
[dee-ag-NO-ze]
diagnosis
der Befund
[be-FUNT]
finding
die Kontrolle
[kon-TROL-le]
follow-up check
das Wartezimmer
[VAR-te-tsi-mer]
waiting room
die Überweisung
[UE-ber-vy-zoong]
referral
der Termin
[ter-MEEN]
appointment

Dein Lernbericht

Derselbe Anschluss wird wiedererkannt, ohne dass die IP-Adresse gespeichert wird. Nur eine Prüfsumme liegt auf dem Server. Daneben zählt dieses Gerät die Seiten, die du schon geöffnet hast.

0Bereiche
0Geschichten
0Tests geschafft
0Seitenaufrufe

Noch kein Weg gespeichert. Öffne eine Geschichte oder einen Test.