Mara fährt von Berlin nach Leipzig und merkt: dieselben Wörter, anderer Takt.
Deutschland hat sechzehn Bundesländer. Drei Stadtstaaten: Berlin, Hamburg, Bremen. Der Rest hat Fläche.
Jedes Land hat eine Landesregierung🇬🇧 state governmentdie und einen Landtag🇬🇧 state parliamentder. Namen wechseln, die Idee bleibt.
Schule, Polizei, viel Kultur🇬🇧 culturedie: Ländersache. Deshalb ist das Abitur🇬🇧 A-levelsdas nicht überall dasselbe Datum.
Mara findet das unpraktisch und gerecht zugleich. Unpraktisch für Umzüge, gerecht für Nähe🇬🇧 closenessdie.
Der Bund macht Außenpolitik, Währung, Verteidigung. Die Länder machen den Brief, den du morgens öffnest.
Ein Beispiel: Rundfunk🇬🇧 broadcastingder. Landesrecht. Ein zweites: Bauordnung🇬🇧 building codedie. Wieder Land.
Sie schreibt eine Liste der Länder ins Heft, nicht aus Patriotismus, aus Orientierung.
Bayern, Sachsen, Nordrhein-Westfalen. Große Namen, verschiedene Stimmen im Bundesrat.
Wer umzieht, meldet sich um. Ummelden ist die Brücke zwischen zwei Landkarten.
Die Lehrerin sagt: Föderalismus🇬🇧 federalismder schützt vor einer einzigen Stimme in einem großen Raum.
Mara denkt an das Jobcenter. Auch dort gelten Bundesgesetze und Landesbehörden.
Zwei Ebenen, ein Schalter. Deshalb fragt man: Wer ist zuständig.
Zuständig ist das wichtigste Adjektiv in diesem Land nach pünktlich.
Am Abend liest sie die Namen der Stadtstaaten laut. Laut merken geht schneller.
Sie legt die Liste hinter den Mietvertrag. Wohnen ist immer irgendwo in einem Land.
Irgendwo hat einen Namen und eine Landesregierung🇬🇧 state governmentdie.
Wer den Namen kennt, findet den Briefkasten der Macht.
